|
Pressenotiz 7.7.2005 Mit einer Bergsträsser Trockenbeerenauslese zum Olymp… „Weiter zunehmendes Interesse von in- und ausländischen Winzern an Entwicklungen der Hessischen Bergstrasse“ Nach vielen Gruppen aus den anderen deutschen Anbaugebieten haben sich in die ständig länger werdende Besucherliste nun auch zahlreiche Berufskollegen aus Griechenland eingereiht. Unter der Leitung von Prof. Dr. Elias Korkas besuchten die Studenten des 7. Semesters der Fachhochschule für Önologie an der T.E.I. Athen zusammen mit ihren Dozenten die Rebenveredlung Antes und anschließend die Bergsträsser Winzer eG in Heppenheim. Diese Hochschule ist vergleichbar mit der deutschen Weinbau-Fachhochschule in Geisenheim, die am Vortag Ziel der Studienreise war. In Griechenland, das mit rund 130000 ha eine etwa 30 % größere Rebfläche wie Deutschland hat, werden im Moment viele Weinbaubetriebe neu gegründet, die in der Nähe touristischer Zentren liegen. Rund 70 % der Rebfläche ist mit weißen Sorten bestockt. Bei einer Wanderung mit Reinhard Antes zu den zahlreichen Versuchsanlagen im Heppenheimer Eckweg drehten sich die Fragen der Fachgruppe vor allem um moderne Züchtungs- und Selektionsmethoden, um hochwertiges und gesundes Pflanzmaterial für die künftigen Anpflanzungen zu gewinnen. Diese Art der Selektion der Rebsorten steckt in Griechenland noch in den Kinderschuhen und die Fachhochschule plant derzeit, vergleichbare Versuchsanlagen am Rande Athens anzulegen. Im Moment haben die griechischen Winzer z.B. große Probleme mit der Krankheit Esca, die Rebstöcke zu Absterben bringt. Auch die so genannten „Adaptionsanlagen“, in denen verschiedene Reb-Unterlagen auf ihre Eignung für verschiedene Bodenarten getestet werden, stießen auf Interesse. Natürlich wurden bei der Wanderung auch die unterschiedlichen Bodenbewirtschaftungsmethoden an der Bergstrasse und in Griechenland angesprochen. Beeindruckt zeigte man sich vor allem von der konsequenten okölogischen Weinbergsbegrünung sowie von den intensiven Qualitätsbemühungen der Bergsträsser Winzer. Etliche Teilnehmer machten unentwegt Fotos und Filmaufnahmen und waren begeistert von der Kombination von Reben und Landschaft. Auch in Griechenland spielen Mandelbäume eine ähnlich große Rolle. Meist werden die Mandeln dort aber schon im grünen Zustand geerntet und verzehrt. In der Bergsträsser Winzer eG konnten sich die Besucher bei einer Weinprobe, die von Geschäftsführer Otto Guthier geleitet wurde, anschließend vom Stand der Bergsträsser Weinqualität überzeugen. Auch bei den griechischen Winzern stieß vor allem der Perlwein „Primasecco“ auf großes Interesse! Die kellerwirtschaftlichen Kniffe der Farbgewinnung waren dann bei einem Spätburgunder Classic und dem Spitzencuvee Centurio ® aus Merlot und Pinot noir die fachlich diskutierten Themen. Betont wurde von den Kellerwirten auch die sehr typische aromatische Ausprägung der vorgestellten Bergsträsser Rieslingweine und des Weißburgunder „Springtime“. Zum Abschluss präsentierte Otto Guthier als Highlight eine 2003er Heppenheimer Stemmler Riesling-Trockenbeerenauslese, die ebenso zahlreiche interessierte Fragen auslöste wie das anschließende Thema der Eisweingewinnung. Die Wertschätzung der griechischen Berufskollegen für diese beiden typisch deutschen traditionsreichen Spezialitäten drückte sich auch dadurch aus, dass dann trotz begrenztem Fluggepäck sehr zahlreiche Flaschen davon ihren Weg nach Athen fanden. Mit einem (deutschen) Essen auf der Juhöhe endete der Besuch der griechischen Delegation, die die neu geknüpften Kontakte weiterführen will… |
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser
Website an:
weinbau.antes@t-online.de
|