Erlebnisse in fünf
Weinlagen
Wein und Stein:
Erlebnispfad offiziell eröffnet – Projekt wird von 50 Sponsoren und 100
Mitwirkenden realisiert
HEPPENHEIM. „Der Erlebnispfad Wein und Stein ist hiermit offiziell eröffnet. Zum Wohle.“ Mit diesen Worten der 54. Bergsträßer Gebietsweinkönigin Christina I. endete um 11.30 Uhr am Freitag die einstündige Feierstunde am Heppenheimer Winzerbrunnen. Damit wurde das seit Wochen mit Spannung erwartete neue Projekt zur Belebung des Weintourismus aus der Taufe gehoben.
Bis zuletzt war an der Fertigstellung gearbeitet worden. Noch während der feierlichen Eröffnung am Le-Chesnay-Platz wurde im Weinberg gearbeitet. Schnell wurden die letzten Schilder aufgestellt, die am Vormittag per Kurier aus Darmstadt geliefert worden waren.
Zuvor hatten sowohl Vertreter der beiden Projektträger Bergsträßer Winzer eG (BGW) und Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald wie auch von Stadt, Kreis und Land das Vorhaben gewürdigt. Und bei einem Glas Bergsträßer Primasecco mit den rund 50 geladenen Gästen auf „ein langes und zerstörungsfreies Leben des Erlebnispfades“ angestoßen.
Geopark-Geschäftsführer Reinhard Diehl verband seinen Wunsch mit dem Hinweis auf die zahlreichen Wanderwege in der Region. Der neue „Wein-und-Stein-Pfad“ sei dabei zwar nicht der größte, aber mit Sicherheit der spektakulärste Erlebnispfad an Bergstraße und Odenwald. Deshalb seien bereits drei der 45 Geopark-Ranger für „Wein-und-Stein“-Führungen speziell geschult worden. Den Weintourismus zu beleben, nannte auch BGW-Vorsitzender Reinhard Antes als eines von insgesamt sieben Zielen des 6,9 Kilometer langen Rundwanderweges durch fünf Weinlagen zwischen Heppenheim und Bensheim.
Der Initiator des Projektes erwähnte in seiner Ansprache die historische Verpflichtung, das kulturelle Erbe zu bewahren und die Kulturlandschaft zu erhalten. Das Verständnis für das Kulturgut Wein („mentale Beziehung zwischen der Ästhetik der Landschaft und der Qualität der regionalen Produkte“) müsse ebenso gestärkt werden wie das Bewusstsein für geologische und klimatische Besonderheiten, um der Verantwortung für die nachfolgenden Generationen gerecht zu werden. Schließlich fördere das Wandern durch die Weinberge die Gesundheit, sah Antes einen weiteren positiven Aspekt.
Ausgesprochen positiv wurde das „Leitprojekt für den Tourismus“, wie es Landrat Matthias Wilkes (CDU) formulierte, auch von den Vertretern der öffentlichen Hand gewürdigt.
Wilkes nannte die Bergstraße das „Herzstück des gesamten Geoparks“. Als dessen Vorsitzender verwies er auf das umfassende Informations- und Veranstaltungsangebot, bei dem der „Wein-und-Stein“-Pfad „Bildung par excellence“ vermittele. Vor dem Hintergrund der Klimaveränderung gelte es, das Erbe von Mutter Erde zu bewahren.
Der Schutz der „schönen Bergsträßer Landschaft“ wie auch die Stärkung von Weinbau und Tourismus zog sich auch durch das Grußwort des Heppenheimer Bürgermeisters Gerhard Herbert (SPD). Die Bergstraße sei zwar gut positioniert am Tourismusmarkt, so Herbert, aber mit dem neuen Erlebnispfad könne man gegen starke Konkurrenz noch besser bestehen.
Sowohl Bürgermeister Herbert als auch Landrat Wilkes zollten vor allem dem „Vater des Pfades“, Reinhard Antes, Dank und Anerkennung für „Überzeugungskraft, Hartnäckigkeit und auch Zielstrebigkeit“. Bei der Umsetzung seiner „visionären Idee“ habe er mit Jutta Weber von der Geopark-Verwaltung ein ideales Tandem gebildet, lobte Wilkes die Kooperationspartner.
Auf die beispielhafte Zusammenarbeit von Winzergenossenschaft und Geopark hatte zuvor auch Ulrike Mattig hingewiesen. Die Referatsleiterin im hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst hatte in Vertretung von Umweltminister Dietzel und Staatssekretär Lorz die Grüße der Landesregierung überbracht. „Der Wein schmeckt nach dem Weinberg“, zitierte sie ein Sprichwort französischer Winzer um die Verbindung von Reben und Böden zu unterstreichen.
Diese Verknüpfung von Erdgeschichte und Weinbau leiste der Erlebnispfad „Wein und Stein“ in vorbildlicher Weise. Damit habe die Region zugleich die Chance, aber auch die Verpflichtung den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, betonte Mattig.
Als Vertreter von 50 Sponsoren und 100 Mitwirkenden sprach Helmut Engelhard. Der Vorsitzende des Heppenheimer Verkehrs- und Heimatvereins verwies auf den „bescheidenen Beitrag“ zur Aufstellung von 25 Ruhebänken. Die 4000 Euro, die als Spende hierfür bereitgestellt werden konnten, waren zunächst als Beitrag zur Überdachung der Freilichtbühne gedacht. Nachdem „die Stadt das Geschenk nicht haben wollte“, so Engelhard, habe man das Geld für dieses Identität stiftende Vorhaben umgewidmet.
Von dem nun fertig gestellten Projekt können sich am Wochenende auch die Heppenheimer und ihre Gäste aus nah und fern überzeugen. Mit einem Familienerlebnistag von Geopark und Odenwaldquelle am Sonntag sowie einem Frühlingsfest in der Winzergenossenschaft an beiden Tagen wird zur Eröffnung des „Wein-und-Stein“–Pfades ein buntes Rahmenprogramm geboten.Quelle: Echo-Online
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ax |
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Wein
statt Wasser?
Lehrpfad:
Initiative: Bergsträßer Tropfen könnte am Winzerbrunnen sprudeln
HEPPENHEIM. „Und es werde Wasser zu Wein“. Dieses biblische Zitat aus dem Johannes-Kapitel über die Hochzeit von Kanaa könnte vielleicht bald in Heppenheim Wirklichkeit werden. Bei der Eröffnung des Erlebnispfades „Wein und Stein“ brachte Ulrike Mattig, Referatsleiterin im hessischen Wissenschaftsministerium, den Stein ins Rollen. Vor 50 Gästen am Le-Chesnay-Platz lobte sie die gute Kooperation mit den Winzern. „Da wäre es doch eine schöne Idee, wenn aus diesem Winzerbrunnen Wein statt Wasser fließen könnte“, wandte sie sich an Landrat Matthias Wilkes.
„Kein Problem“ lautete dessen spontane Antwort. In seinem anschließenden Grußwort nannte er das Beispiel Zwingenberg, wo dies bereits zu besonderen Anlässen praktiziert werde. Ob nun auch in Heppenheim zu besonderen Gelegenheiten Wein aus dem Brunnen fließen wird, müsse nun erst einmal technisch geprüft werden, war sich Wilkes mit Bürgermeister Gerhard Herbert einig. Sollte es dazu kommen, dann übrigens nicht zum ersten Mal.
Schon zur Eröffnung des Winzerbrunnens 1967 floss Federweißer aus den Rohren, berichtete der Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins, Helmut Engelhard berichten. Damals sei der junge Wein sogar kostenlos aus dem Brunnen geflossen, was wohl dazu beigetragen habe, dass an der damaligen Einweihung des Winzerbrunnens rund 3000 Heppenheimer teilnahmen, wie er schmunzelnd bemerkte.
Engelhard unterstrich die besondere Beziehung des Vereins zu dem Platz der offiziellen Eröffnung des „Wein und Stein“-Erlebnispfades. Zum hundertjährigen Bestehen des Verkehrs- und Heimatvereins vor 40 Jahren sei ihm der Winzerbrunnen vom Land Hessen mit Unterstützung der Stadt Heppenheim geschenkt worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Heppenheim den Brunnen, aus dem Jahre lang auch kein Wasser mehr geflossen war, wieder instand gesetzt.Quelle: Echo-Online: ax 30.4.2007
Wanderspione im
Weinberg
Wein und Stein: Der
Erlebnispfad zwischen Heppenheim und Bensheim macht schon vor Eröffnung
neugierig – Messpunkt, an dem GPS-Geräte exakt eingestellt werden können
HEPPENHEIM. Getarnt hatten sie sich als gut gelaunte Wanderer und fröhliche Weintrinker. Zu Hunderten bevölkerten sie bei schönem Osterwetter die Weinberge zwischen Bensheim und Heppenheim. „In Wirklichkeit waren es Wanderspione“, kommentierte Reinhard Antes das Geschehen mit einem Augenzwinkern. Der Vorstandsvorsitzende der Bergsträßer Winzergenossenschaft kennt auch das Ziel der „Spionage“: Der neue Erlebnispfad Wein und Stein wecke bereits vor seiner Eröffnung großes Interesse.
Erst am letzten April-Wochenende (27. bis 29.) wird der 6,9 Kilometer lange Rundwanderweg offiziell eröffnet. Zwischen Heppenheimer Centgericht und Bensheimer Paulus wird er dann fünf Weinlagen miteinander verbinden und an 30 Stationen Wissenswertes zu den Themen Weinbau und Geologie, Klima und Kultur vermitteln.
Der gemeinsam mit dem Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald entwickelte Erlebnispfad soll naturnahen Tourismus in der Region beleben, so Antes.
Zu den verschiedenen Attraktionen gehören auch große Skulpturen, die von Heppenheimer Steinmetzen gestaltet wurden. In den nächsten Tagen soll eine 2,30 Meter hohe, von Richard Lulay gestaltete Skulptur am Steinkopf ihren Platz finden (das ECHO hatte berichtet). Bereits vor einigen Wochen wurde ganz in der Nähe eine vier Meter große Gabionenflasche von der Firma Kilianbau aufgestellt.
Direkt davor wurde ein großer Steintisch errichtet, der zum Verweilen einlädt und herrliche Panoramablicke über die Rheinebene bis zum Pfälzer Wald ermöglicht. Von den Wanderern an Ostern wurde er bereits eifrig in Anspruch genommen. „Aber auch hier war es mehr als nur die Vesper-Pause“, weiß Reinhard Antes. Die „Wanderspione“ haben mit der Wein-Vesper ihre wahre Absicht nur getarnt, vermutet er. Offenbar seien sie an dem Geo-Referenzpunkt, den man in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bodenmanagement inmitten des Steintisches eingerichtet habe, sehr interessiert gewesen.
An diesem Messpunkt könnten GPS-Geräte mit einer Genauigkeit von weniger als ein Zentimeter geeicht werden. Reinhard Antes freut es jedenfalls, dass das neue Angebot von Winzergenossenschaft und Geopark bereits vor der offiziellen Eröffnung auf ein so großes Interesse stößt.|
ax |
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weitere Berichte:
Interview im Deutschlandfunk zum Thema Klimawandel direkt abspielen: hier
ARD-Tagesthemen 27.8.07 zum frühesten Lesebeginn aller Zeiten:
(Klimawandel)
http://www.tagesschau.de/sendungen/0,,OID7367742_,00.html siehe unter >>
"Deutscher Wein"
Beitrag in ZDF-Umwelt "Mediterranes aus deutschem Anbau" (Interview Reinhard Antes) 7.10.2007
Bericht: Start des Projektes
Bericht: Pflanzung der autochtonen Rebsorten Roter Riesling und Willbacher
Bericht: Die ersten Schilder sind gestellt, die Umsetzung beginnt
zum Bericht im Bergsträsser Anzeiger über die Wanderung der Bergsträsser Weingilde zum Pfad geht´s hier: http://www.morgenweb.de/region/heppenheim/20070602_srv0000000830347.html oder hier:
Bergstraße. Bei dreißig Grad und drohender Gewitterschwüle erlebten die Mitglieder der Weingilde Bergstraße am Freitag vor Pfingsten in den Weinbergen am Heppenheimer Steinkopf die früheste Rebblüte seit Menschengedenken. Als die Begehung vergangenen Winter geplant und terminiert wurde, konnte niemand ahnen, dass sich der vieldiskutierte Klimawandel auch in diesem Jahr so markant fortzusetzen scheint. Nachdem an der Bergstraße seit etwa einer Dekade mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und nun auch noch Tempranillo rote Sorten angebaut werden, die eher an mediterane Gefilde denken lassen, wollte man sich von kompetenter Seite über den Einfluß veränderter Witterungsbedingungen auf den Rebsortenspiegel informieren. Reinhard Antes, der mit seinem Bruder Helmut einen der größten Weinbaubetriebe der Hessischen Bergstraße und einen der bedeutendsten Rebveredlungsbetriebe Deutschlands führt, verblüffte dann auch mit Fakten, die selbst der Weingilde nicht geläufig waren. Einschließlich der verschiedenen Klone auf unterschiedlichen Unterlagen kann das Haus Antes über einhundert Rebsorten zur Verfügung stellen, die in fast alle weinbaulich relevanten Länder Europas gehen.
Auf dem Weg zum Heppenheimer Steinkopf machte die Gruppe zunächst an einer Weinbauanlage halt, die nicht sofort als solche erkannt wurde. An einem waagrechten Drahtrahmen wachsen sogenannte amerikanische, reblausresiste Unterlagsreben, auf die unsere Ertragssorten aufgepfropft werden. Die Edelreiser gewinnt Antes aus seinen eigenen Wingerten, die am Steinkopf seit Ende April durch den Erlebnispfad „Wein & Stein“ erschlossen werden können. Auf knapp sieben Kilometern bieten 30 Tafeln ausführliche Informationen zu allen wichtigen Weinbauthemen. So erklärt eine Schautafel den komplizierten Lebenszyklus der Reblaus in Sichtweite des „Rebmuttergartens“, der 1927 zur Vermehrung reblausresistenter Unterlagsreben gegründet wurde. Pikanterweise wurde hier vor zwei Jahren erstmals die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppte Reblaus nachgewiesen, die dank Pfropfreben allerdings keinen großen Schaden anrichten kann.
ARD-Tagesthemen 27.8.07 zum frühesten Lesebeginn aller
Zeiten:
(Klimawandel)
http://www.tagesschau.de/sendungen/0,,OID7367742_,00.html siehe unter >>
"Deutscher Wein"
„Traubenprobierwochenende“ am Erlebnispfad „Wein und Stein“
ZDF drehte am Pfad zum Klimawandel
Den strahlenden Sonnenschein nutzten am letzten Septembertag unzählige Wanderer, um entlang entlang des Erlebnispfades „Wein und Stein“ die Beeren der verschiedenen Rebsorten zu kosten und die letzten Sonnenstrahlen einzufangen. Zeitweilig waren alle Bänke entlang der Wanderstrecke und an den 30 Stationen belegt. Fast alle Wegeinfahrten in die Weinberge waren von den Autos der Wanderer belagert. Etwa 2/3 der diesjährigen Weinlese ist beendet und die Wanderer konnten sich von der Qualität des Jahrgangs 2007 ein Bild machen. Die beginnende Herbstfärbung sorgte für eine große Farbenpracht. Zahlreiche rote Rosen markieren inzwischen die Wegstrecke. Erstmals waren auch Trauben der Rebsorte "Roter Riesling" zu sehen, die von den Winzern der Bergsträsser Winzer eG nun angebaut werden. Der Rote Riesling ist der Vater des viel bekannteren weißen Rieslings.
Ein Kamerateam des ZDF drehte am Erlebnispfad bei der Weinlese und in der Rebschule Antes. Thema „Der Einfluss der Klimaänderung auf den Weinbau“. Der Beitrag läuft im Rahmen der Sendung „ZDF-Umwelt“ um 13:15 Uhr am 7. Oktober.
Zu Wort kommen Lena Herlitzius vom KLARA-NET Team der TU Darmstadt und Reinhard Antes von der Bergsträsser Winzer eG. Dem Klimawandel und seinem Einfluss auf den Weinbau sind mehrere Station des Erlebnispfades gewidmet. Unter anderem zeugen die Rebsorten Chardonnay, Sauvignon blanc, Merlot und Cabernet Sauvignon auf dem Heppenheimer Steinkopf von der unübersehbaren Entwicklung. Video-Beitrage in ZDF-Umwelt "Mediterranes aus deutschem Anbau" 7.10.2007 Interview Reinhard Antes
10.10.2007 Landrat
Matthias Wilkes bei der Weinlese unserer Merlot-Trauben
am Erlebnispfad Wein und Stein.
Vor Ort war auch
Rhein-Main-TV
sowie Radio FFH und zahlreiche regionale Zeitungen.
Bericht in Main-Rheiner: http://www.rhein-mainer.de/region/objekt.php3?artikel_id=3003085
Sonderausstellung Klima - Wandel - Wein im Museum Bensheim ab 24.2.08
Presseberichte zur Eröffnung dieser Sonderausstellung:
http://www.echo-online.de/suedhessen/static/575744.htm
http://www.morgenweb.de/region/bensheim_zwingenberg/20080225_srv0000002208131.html
17.3.2008: Palmen, Kunst, Wein und Stein am Erlebnispfad
Schon die Römer wussten es – an der Bergstraße beginnt Italien und damit mediterranes Flair. Ganz in dieser Tradition und eingebettet in hochaktuelle weltweite Entwicklungen steht das neue Projekt der langjährigen Kooperationspartner UNESCO-Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und Bergsträsser Winzer eG. Als Fortführung des Wein und Stein Erlebnispfades entsteht derzeit auf dem Steinkopf ein mediterraner Garten sowie ein Arboretum mit Waldbäumen, die künftig die Wälder Mitteleuropas prägen werden. Die Pflanzsaison ist eröffnet – Palmen, Feigen, Zypressen, Oliven, Lavendel und Lagerstroemien halten Einzug auf dem ehemaligen Weinberg in steiniger, heißer Südhanglage, der hierfür eigens vom Wildwuchs befreit und mit einem serpentinenartig verlaufenden Weg versehen wurde. Auch dies ist ein Gemeinschaftsprojekt vieler Akteure und Institutionen der Region. So wurden Gelände und Wegebau von Hans-Jürgen Goss gestellt, die Sparkassenstiftung sponserte einen Großteil der mediterranen Bepflanzung. Von der Rebenveredlung Antes kamen 20 Feigenbäumchen hinzu, die Jägerschaft Heppenheims und Hambachs stiftete die Bewässerungsleitung. Und Hessen-Forst wird zusammen mit den Darmstädter Forst-Baumschulen das Thema „Klimawandel im Wald“ anhand von Klima toleranten Baumarten erläutern. Anliegen des mediterranen Gartens und des Arboretums am Steinkopf ist vor allem, dass Winzer, Förster und Gartenbauer gemeinsam auf den stetigen Klimawandel aufmerksam machen wollen. Das Thema wird zur Zeit durch eine interaktive Ausstellung „Klimawandel und Wein“ (Museum Bensheim, bis 11.5.08) begleitet. Unterstützt wird das Projekt darüber hinaus vom Klima-Netzwerk KLARA-NET (www.klara-net.de).
Wanderer, Besucher und Gäste erwartet im Jahresverlauf zu Palmen, Kunst, Wein und Stein eine Reihe ganz besonderer Veranstaltungen:
Am 3. Mai findet in der Bergsträsser Winzer eG eine Veranstaltung „Der Einfluss des Klimawandels auf das Rebsortenspektrum der Bergstrasse“ mit Wanderung, Vortrag und Weinprobe mit Reinhard Antes statt.
Ebenfalls im Mai wird die Bildhauerin Eva-Gesine Wegner eine Steinskulptur „Die Geburt des Weines zwischen Granit und Sandstein“ - live im Weinberg errichten. Mit einer „Performance zum Sonnenuntergang“ am 28.5.08 und der eigentlichen Übergabe am 7.6.08 an die Öffentlichkeit gibt es zwei „Events“ um das Kunstwerk, das am Erlebnispfad direkt neben dem Weinberg des langjährigen Kellermeisters der Bergsträsser Winzer eG, Hans Jürgen Weber, erstellt wird. Beide Veranstaltungen sind Bestandteil der Europäischen Geopark-Woche.
Ein besonderes Highlight im Juni 2008 wird der 11. Kunstweg der Sparkassenstiftung sein, der - umrahmt von mediterraner Bepflanzung - den neu entstehenden Garten zieren wird, „womit sich der Gesamt-Beitrag der Sparkassenstiftung zu diesem außergewöhnlichen Projekt auf über 25 000 Euro beziffern lässt“, so Direktor Hans Adler. Insgesamt sechs Künstler werden im Auftrag der Stiftung am 13.6.08 in der Heppenheimer Fußgängerzone mit den Arbeiten beginnen, bevor die Werke zur Finissage am 22.6.08 am Steinkopf aufgestellt werden.
Und wer gerne ein Wein und Stein-Erinnerungsfoto von sich hätte, erhält dies in Kürze über die zweite Webcam auf dem Steinkopf, die auf der Internetseite www.ErlebnispfadWeinUndStein.de Bilder vom Bergstrassenpanorama ins Internet schickt. Ein Knopfdruck an der Steinsäule (Winzerrast) genügt. Anschließend auf der Homepage des Erlebnispfades nachschauen, Foto herunterladen und als Grußkarte an Freunde mailen. Auf der Homepage ist bereits das gesamte Jahresprogramm 2008 online.
Die Kooperationspartner UNESCO-Geo-Naturpark und Bergsträsser Winzer eG freuen sich auf zahlreiche Besucher und hoffen natürlich auch auf zusätzliche Unterstützung durch ihre regionalen Partner. „Der mediterrane Garten wird so groß“, so Reinhard Antes, „dass für weitere Pflanzen oder Ruhebänke noch reichlich Platz ist“.
8.5.2008: „Zwischen Granit und Sandstein wird der Wein geboren“ – Bildhauerin arbeitet direkt im Weinberg
Eine Skulptur, deren Titel die poetische wie sinnbildliche Verbindung von Erdgeschichte, Kultur und Kunst vereint, soll künftig den Wein und Stein-Erlebnispfad der Bergsträßer Winzer und des Geo-Naturparks auf besondere Weise ergänzen.
In der Zeit vom 10. Mai bis zum 7. Juni wird das Werk von der Bildhauerin Eva-Gesine Wegner direkt vor Ort im Weinberg geschaffen. Wer ihr bei diesem mehrwöchigen Schaffensprozess über die Schulter blicken möchte, trifft sie Di, Mi,Do ab 11:00 Uhr sowie Fr,Sa,So ab 14:00 Uhr (und nach Absprache - 06254 – 9403399) persönlich an.
Im Rahmen des Frühlingsfestes der Bergsträßer Winzer am 10./11. Mai besteht die Gelegenheit, die Bildhauerin im Rahmen einer Wanderung zu besuchen.
Ein besonderer Leckerbissen erwartet die Besucher am 28. Mai um 19:00 Uhr direkt vor Ort. Im Rahmen einer einstündigen Performance bei Sonnenuntergang wird der laufende Arbeitsprozess besonders in Szene gesetzt. Bildhauern heißt auch Musizieren. In die Steinklänge der Bildhauerin Eva-Gesine Wegner schwingt sich der Musiker Hartmuth Seibt mit unterschiedlichen Instrumenten ein. Dem was er vor Ort wahrnimmt, verleiht er intuitiv Klang und Stimme. Es erwartet Sie ein ungewöhnlicher, poetisch- besinnlicher Abend mitten in den Weinbergen von Heppenheim. Veranstaltungsort: Erlebnispfad Wein und Stein, Heppenheim, Station „Lebensraum Weinberg“. Treffpunkt: 18:30 Uhr, Bergsträßer Winzer e.G. (Parkplatzmöglichkeit, von dort halbstündige Wanderung zur Veranstaltung im Weinberg) oder individueller Hinweg zur Veranstaltung, die um 19:00 Uhr beginnt.
Die Übergabe der Skulptur erfolgt am 7. Juni um 16:00 Uhr im Rahmen einer Feierstunde.
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"Wein und Stein": Der Erlebnispfad hat seit Samstag eine neue Attraktion
bergstrasse. So hatten sich die Bergsträßer Winzer e.G. und der Geo-Naturpark Bergstraße- Odenwald die Übergabe der jüngsten Skulptur auf dem Erlebnispfad Wein und Stein sicher nicht vorgestellt: Ein Regenmarathon sowie Blitz und Donner machten die Enthüllung des Kunstwerks "Zwischen Granit und Sandstein - die Geburt des Weins" zum "Quicky".
Im Schnelldurchgang und ohne viel Federlesens befreiten Gebietsweinkönigin Kathrin Wind und Dr. Jutta Weber vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald die Skulptur von dem verhüllenden Tuch. Kunst und Menschen standen buchstäblich im Regen. Der Sturm brach los. Die in Kooperation mit dem Unesco-Geopark initiierte Freiluft-Veranstaltung, die Bestandteil der europäischen Geoparkwoche war, war damit zu Ende.
Die Odenwälder Bildhauern Eva-Gesine Wegner hatte ihre Arbeit vor Ort am 9. Mai an der Station "Lebensraum Weinberg", auf halber Strecke zwischen Heppenheim und Bensheim, begonnen und vor wenigen Tagen zu Ende gebracht: Passenderweise am Weinberg des langjährigen Kellermeisters der Bergsträßer Winzergenossenschaft, Hans-Jürgen Weber. "Wir wollten ein spezielles Zeichen geben und der Arbeit des Ruheständlers als Geburtshelfer für den Wein ein Denkmal setzen", formulierte der Vorsitzende der Genossenschaft, Reinhard Antes, in einer kurzen Ansprache. Auch er musste den dunklen Gewitterwolken Tribut zollen und improvisieren, beziehungsweise seine Rede abbrechen.
Angesichts der immer bedrohlicher werdenden Wetterlage hatten sich Bürgermeister Gerhard Herbert und Landrat Matthias Wilkes, der auch Vorsitzender des Geo-Naturparks ist, in ihren Reden kurz gefasst. Beide hoben die Verbindung "Kunst im/und Weinberg" als etwas Besonders hervor. Wilkes freute sich darüber hinaus, dass sich das Mosaik Weinlehrpfad Stein für Stein zusammen fügt. Der Künstlerin bescheinigte er Respekt für deren Kreativität und ihre "Schwerstarbeit".
Vier Skulpturen sind es inzwischen, die den Pfad zu etwas Einmaligem machen. Neben Eva-Gesine Wegners Arbeit "Zwischen Granit und Sandstein wird der Wein geboten" stehen dort die Steinskulpturen "Terra Starkenburg", "Strata Montana" und der "Centurio". Etliche andere Weinanbaugebiete schicken mittlerweile sogar ihre offiziellen "Spione" an die Bergstraße, um zu hören und zu sehen, wie das Experiment ankommt.
"Bestens", sagte dazu Reinhard Antes im Gespräch. Immer mehr Schulklassen und Gruppen wandern auf den Wegen zwischen den Weinbergen, bewundern Kunst und informieren sich auf einer Strecke von rund 6,9 Kilometern an rund 30 Stationen über Wissenswertes rund um den Wein: über Rebsorten, Geologie, Klima, Geschichte, Lebenskultur, Flora und Faune der Region. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben den Erlebnispfad Wein und Stein bereits mehr Menschen besucht als in 2007.
Der Vorsitzende der Bergsträßer Winzer e.G. sprach von einer historischen Verpflichtung, mit dem Pfad ein Signal zu setzen für die enge Verbindung des Weinbaus mit der Geschichte der Städte an der Bergstraße üb er viele Jahrhunderte hinweg.
Bevor das Unwetter über Heppenheim losbrach, zählte er noch einige andere Aspekte auf, die für einen Erlebnis- und Weinlehrpfad sprechen. Zum einen war es die landschaftspflegerische Komponente, zum anderen wolle man damit ein größere das Verständnis für das Kulturgut Wein erreichen und letztendlich die natürlichen, geologischen und klimatischen Besonderheiten aufdecken. Und natürlich spielen auch touristische und Marketingaspekte eine Rolle. "Eine Weinregion lebt vom ästhetischen Erscheinungsbild ihrer Landschaft als Emotionsfaktor", so Antes. Andere Regionen haben Weinschlösser oder Klöster. Die Bergstraße hat jetzt den Erlebnispfad. Für die Zukunft werde bei der Erweiterung des Pfades insbesondere das Thema Klimawandel eine wichtige Rolle spielen.
Die Künstlerin Eva Gesine-Wegner wurde in Polen geboren. Seit mehr als 25 Jahren ist sie künstlerisch tätig und änderte ihre Arbeitsweise nach und nach. Sie kam vom Ton zum Stein. Und wurde Bildhauerin. gs
Bergsträßer Anzeiger
09. Juni 2008
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Bericht über den Sponsorenabend anlässlich des Bergsträsser Weinmarkts 2007:
http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=483489
Die Bergsträsser Winzer eG veranstaltete anläßlich des Weinmarktes einen Mitglieder- und Sponsorenabend. Umrahmt wurde das Programm vom Popchor Hambach, der erstmals zum Weinmarkt auftrat. Bildershows und Filme über den Erlebnispfad begleiteten dessen musikalischen Auftritt im vollen Winzerzelt. Bilder vom Abend: (C) Dirk Gugenberger
Mails, Kommentare und sonstiges
Sehr geehrter Herr Antes,
am 1. Mai bin ich nochmals nach Heppenheim gekommen und entlang des
Erlebnispfades gewandert.
Großes Kompliment, der ist wirklich sehr informativ gestaltet und deckt weite
Bereiche des Weinbaus allgemein, der Sortenkunde, der Züchtung und der
Rebveredlung gut verständlich und anschaulich ab. In dieser Form ist
dies m.W. einzigartig.
MFG
R.Eibach, Bundesforschungsanstalt, Geilweilerhof
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"... Komplimente zu ihrem "Wein und Stein" Erlebnispfad"...
LG Werner Morandell, Lieselehof Kaltern
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Hallo Herr Antes, Guten Tag,
ich hatte noch keine Gelegenheit, mich für die eindrucksvolle Veranstaltung zu
bedanken, vor allem Ihre Rede war sehr interessant und
wird hoffentlich in dem versprochenen "Büchlein" gedruckt.
Wenn ich Ihnen helfen kann, wenden Sie sich an mich.
mit freundlichen Grüßen, Karl-Josef Sabel, HLUG Hessen
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Hallo Herr Antes ,
das finde ich eine wirklich sehr gute und vor allem zeitgemäße Idee !
Ich werde den Kameralink auf alle Fälle weiter beobachten und
weiterempfehlen !
Gruss Ihr
Axel Vock
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